Erlebnispädagogik (Z)

Die Idee:

Zehn Tage lang nicht die Schulbank drücken, sondern ganz andere Aufgaben bewältigen.

Schülerinnen und Schüler stellen sich besonderen Herausforderungen: Sie loten die eigenen Grenzen aus, sie sammeln Erfahrungen, sie bestehen Bewährungsproben, sie meistern Krisen und sie wachsen als Team zusammen. Lehrkräfte sind mit von der Partie; auch sie stellen sich diesen Herausforderungen.

Wer eine solche Herausforderung besteht, kann stolz auf sich sein. Er wird mit gestärktem Selbstbewusstsein und einem anderen Blick auf Schule, die Klassengemeinschaft und den Alltag zurückkommen. Das wird sich in der weiteren schulischen Arbeit bemerkbar machen. Damit sind die Herausforderungen ein bedeutsamer Beitrag zur persönlichen und beruflichen Lebensorientierung des Einzelnen.

 

Ihr Nutzen:

Planung und erfolgreiche Durchführung einer mehrtägigen außerschulischen Herausforderung einer Schülergruppe des 8. Jahrgangs, Bildung und Stärkung der Ich-Kompetenz, Übernahme von sozialer Verantwortung, Projektplanung und Fundraising sowie der Erwerb von methodischen Kompetenzen.

Erfahrene Lehrkräfte begleiteten in der Schule sowie an den speziellen Durchführungsorten Ihre frühen Rollenerfahrungen, dabei stehen gemeinsames Gestalten, Verantwortung teilen und Erprobung in der Praxis im Vordergrund. 

 

Der Hintergrund:

„Aber in den mittleren Jahren und vor allem in der Pubertät wird die Schule zur Qual. In diesem Alter richtet das schulische Lernen so gut wie nichts aus – und die Schule ignoriert dies hartnäckig (…). Der formalisierte Unterricht kann in diesen zwei Jahren auf zwei Stunden am Tag beschränkt werden (…), damit man das Gelernte nicht vergisst. Wichtiger ist jetzt etwas anderes: Selbsterprobung, die Beziehung zu anderen Personen, die Emanzipation von denen, die einen bisher bestimmt, erzogen, vevormundet haben. Jetzt brauchen die jungen Menschen Erlebnis, Abenteuer, Aufgaben (…)“.

Hartmut von Hentig, Schule neu denken, 1993

Diese Einschätzung ist seither in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt worden.

 

Die Herausforderung:

Arbeitstitel für die Herausforderungen 2017

  1. Naturerlebnis
  2. Musical
  3. Triathlon
  4. Alpenüberquerung
  5. Jeden Tag eine gute Tat
  6. Agility Training (mit Hund)
  7. Radtour

 

ACHTUNG: Änderungen oder weitere Projekte sind in der gegenwärtigen Planungsphase noch möglich.

Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich um die Teilnahme an einem Projekt. Darin besteht der erste Teil der Herausforderung - von sich und seinen Motiven zu überzeugen.

Bei der Planung und Vorbereitung werden die Jugendlichen mit in die Verantwortung genommen, und bei der Durchführung schließlich müssen sich alle bewähren:

  • gemeinsam planen und Sponsoren finden
  • auf häusliche Bequemlichkeiten, auf Handys und elektronische Medien verzichten,
  • fürs Einkaufen, Kochen, Geschirrspülen verantwortlich sein,
  • mit einem Minimum an Kleidung auskommen,
  • körperlich an die Grenzen gehen,
  • Frustrationen aushalten (Trennung von zu Hause, schlechtes Wetter, Anstrengung…)

 

 

Der Zeitplan:

Unsere Kooperationsschule ist von der Idee begeistert und kann glücklich berichten, dass der vierte Durchgang 2016 ein voller Erfolg war.  

Alle Herausgeforderten seien mit einem reichen Schatz an Erlebnissen und Erfahrungen zurückgekehrt.

Können wir auch Sie begeistern? Machen Sie mit! Erleben Sie den anspruchsvollen Lehrerberuf von seiner spannendsten Seite.

Mit Ihrer Unterstützung werden die Herausforderungen 2017 das fünfte Kapitel einer Erfolgsgeschichte sein.

Veranstaltungsort:  Friedrich-Junge-Realschule im Schulverband Großhansdorf, Durchführungsort der Herausforderung

Dozentin: Frau Feuerhake, Frau Kilmer