Pädagogischer Umgang mit neuen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus (W)

Rechtsextremismus ist kein Jugendproblem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit. Allerdings werden gerade Jugendliche durch die neuen Formen des Rechtsextremismus gezielt angesprochen und umworben.

Auf der anderen Seite wird durch die Demonstrationen von Pegida deutlich, was wissenschaftliche Studien schon seit Jahren konstatieren: Eine weite Verbreitung von Alltagsrassismus, Nationalismus und Ressentiments gegenüber dem Fremden in der ‚Mitte‘ der Gesellschaft.

Im ersten Teil der Fortbildung wollen wir Informationen zu rechtsextremen Symbolen, Kleidung und Musik vermitteln. Es soll um die Frage gehen, woran Sie merken, dass ein/e Jugendliche/r zu rechtsextremen Orientierungen neigt und wie weit die Szene-Einbindung das Diskussionsverhalten beeinflusst.

Gleichzeitig soll es um die alltäglichen Formen des Rassismus in Medien und Gesellschaft gehen.

Im zweiten Teil sollen anhand praktischer Beispiele Möglichkeiten für pädagogisches Handeln gegen Rechtsextremismus und Rassismus und für Demokratie aufgezeigt und diskutiert werden. Mit verschiedenen Methoden sollen Mitarbeiter_innen in pädagogischen und sozialen Berufen bei der Suche nach mehr Sicherheit in der Auseinandersetzung mit rechtsextremen und rassistischen Positionen unterstützt werden.

Der Workshop geht weiterhin auf zusätzliche Fragen ein:

  • Hat dieser Jugendliche ein rechtsextremes Weltbild?
  • Versucht diese Schülerin, für eine rechtsextreme Partei zu werben?
  • Soll ich Kontakt zu den Eltern aufnehmen?
  • Wie reagieren wir auf die Verteilung von Propagandamaterial vor unserer Einrichtung?
  • Ist es sinnvoll, Verbote auszusprechen?
  • Wer kann mich im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen beraten?

 

Datum: 28.10.16 14:00 - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: LS 3, R. 220

Dozentin: Antja Groeneveld, Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V.